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Jedes Jahr um diese Zeit kriecht der Winter nicht nur in meine Knochen, sondern auch in mein Herz. Die Tage sind so unglaublich kurz und zwischen der Dunkelheit von Taganbruch und Abend liegt dieses merkwürdige Helldunkelgrau, das wohl jedem auf's Gemüt schlägt. Und jedes Jahr um diese Zeit genügt mir nichts, genüge ich mir selber nicht, da will ich alles und schaffe doch gefühlt nichts davon.
Das mag ich nicht. Und ich will das auch nicht mehr. Möchte endlich akzeptieren können, dass ich niemals perfekt sein kann. Also habe ich mit allem auseinandergesetzt, was mein Leben und Denken derzeit bestimmt und versucht, nicht alles in diesem Helldunkelgrau zu sehen. Wie das geht? Man muss ehrlich zu sich selber sein. Sehr ehrlich. Und muss sich selber Dinge eingestehen, die man lieber nie ins Gesicht gesagt bekommen möchte. In dem Prozess des Versuchs einer Besserung stellte es sich als äußerst hilfreich heraus, sich bloß nicht zu hohe Ziele stecken. Alles besser oder gar perfekt von jetzt auf gleich? Blöde Idee! Dann ist man ganz schnell wieder auf Null, weil am Boden. Lieber langsam und stetig, wie bei einem gemütlichen Spaziergang. Und sich hin und wieder erlauben, auch mal stehen zu bleiben, trotz allen Drucks, und an etwas Schönes zu denken und/oder etwas zu bewundern.
Und über was genau habe ich mir Gedanken gemacht? Über vieles. Und weil es der Voll- ständigkeit halber dazu gehört, schreibe ich ein paar dieser Punkte auf.


Selbst wenn man sich als ein "aus sich selbst heraus" funktionierenden Teil der Gesellschaft und einer Beziehung betrachtet, passiert irgendwann etwas, das aus jeder verdammten Trennung ganz viele kleine Trennungen macht und man sich im schlimmsten Falle fühlt, wie weggeschmissen: Man freundet sich "zu sehr" an mit den Freunden des Partners. Und dann ist Schluss. Und das vielleicht nicht nur einmal.




Vor kurzem entdeckte ich auf Anjas Blog "AND SO ANNIE WAITS" ihr neues Projekt "Mixtape 2013" und war sehr angetan davon. Denn obwohl ich ohne Musik nur ein halber Mensch wäre, gibt es auf IRGENDSCHÖN erstaunlich wenig Musik zu hören oder von ihr zu lesen. Logischerweise soll sich das jetzt mit diesem Projekt ändern, von dem ihr jetzt monatlich lesen werdet :)


I'm going to the place where love
And feeling good don't ever cost a thing

Daughtry "Home"


Minuten-Krakelei in PSCS3.



Mehr als du selber wohl begreifen kannst oder magst, genießt du es, dass wir in Wiederholungen leben. Wiederholungen, die Halt für dich bedeuten, ohne dass du festgehalten wirst oder selber festhalten musst.
Du baust auf dieses stetige, immer gleichförmig wiederkehrende Auf und Ab — obwohl du weißt, dass ich es eigentlich liebe, auch einmal neue Wege zu gehen. Du, der du mir so wichtig geworden bist, begnügst dich scheinbar mit der traurigen Überzeugung, ich würde jene Wege ohne dich gehen. Diese unsinnige Idee rührt vielleicht daher, dass du Angst hast, nicht mithalten zu können. Ich wüsste nicht einmal, ob das nicht sogar der Fall wäre. Aber hast du sicher schon mal gehört: Man hofft ja und so.
Zu Beginn würde es aber schon reichen und auch mir mehr Mut geben, wenn du begreifen würdest: Irgendein Weg muss eingeschlagen werden.

Wir sind keine Endlosschleife.


Wozu auch sollte es auch anders sein? Es würde nicht vernarben. Wunderbar wäre es, würde alles schleichend Geschichte werden, damit nichts zu leicht zerreissen könnte durch ein allzu abruptes Ende.

Yes, please.

Zuviel geraucht, zuviel gesagt. Geküsst und nichts gewonnen. Im großen Stil und tausende Male den Punkt überschritten, den zu überschreiten bedeutet, sich danach kein Taxi mehr leisten zu können. Glas und Herz abgesplittert, im Kopf und auf dem Kleid nur Lichter und das Bazzzn-Bum-Bazzzn der, ja genau, Bässe. Namen geschüttelt und Hände genannt, warum auch immer, wo wir doch eigentlich uns selbst feiern und belächeln und betrauern. Der Tag uns auf den Fersen, die letzten Blitze, die letzten Blicke, die letzten im Tanzladen. Im Sofa verwirrt und alles überschlafen, was da so war. Verrockt nach Haus, Kaffee, Dusche, Text und Ende.


Verzeiht die Bildqualität, sind alles iPhone-Fotos. Wer die Bilder mag: Meine Instagram-Galerie!



Ich lache und weine und jongliere mit meinen Hoffnungen und Ängsten. Du bist der Löwe, du bist der Trapezkünstler, du bist das Publikum. Und zusammen sind wir die Manege. Nur wir zwei.

 
mach das licht aus,
lass mich liegen.

du weißt, du kannst es.
ich weiß, du musst.


♫ Lhama - Zum letzten Mal ♫